
Zahnimplantat-Behandlungen · All-on-4-Protokoll
All-on-4 Zahnimplantate
Eine feste Vollkiefer-Prothese auf nur 4 Implantaten — schnelle, funktionale Lösung für Patienten mit weitgehendem oder vollständigem Zahnverlust.
- Ganzkieferversorgung mit 4 Implantaten
- Provisorischer Zahnersatz am selben Tag
- Vollständige Kieferrehabilitation
- Material
- Titanimplantat
- Dauer
- 3–5 Tage (feste provisorische Prothese in derselben Reise); definitive Prothese nach 6 Monaten in zweiter Reise
- Anästhesie
- Lokalanästhesie (Sedierung oder Vollnarkose auf Anfrage)
- Heilung
- 5–10 Tage Weichgewebeheilung, 4–6 Monate vollständige Osseointegration
All-on-4
4 Implantate, Vollbogen-Restauration
Tippen Sie, um jedes Implantat zu platzieren — Winkel und Position werden live angezeigt.
Provisorische Zähne
Am selben Tag oder kurzfristig stellt ein provisorischer Zahnersatz die Funktion wieder her.
Einheilung
In 3–6 Monaten integriert sich das Implantat mit dem Kieferknochen (Osseointegration).
Endgültiger Zahnersatz
Der dauerhafte Vollbogen-Zahnersatz mit Zirkonoxid- oder Titangerüst wird eingesetzt.

Was ist All-on-4?
All-on-4 ist ein innovatives Implantatprotokoll für Patienten mit weitgehendem oder vollständigem Zahnverlust in einem Kiefer: Eine feste Zahnreihe wird auf nur 4 Implantaten verankert. Das Konzept wurde in den 1990er-Jahren vom portugiesischen Zahnarzt Dr. Paulo Malò entwickelt und ist heute weltweit ein Standard für zahnlose oder nahezu zahnlose Patienten.
Die Innovation liegt im Implantatwinkel: Zwei Implantate werden im Frontbereich senkrecht gesetzt, zwei im hinteren Bereich schräg in einem Winkel von 30–45°. Diese Positionierung umgeht anatomische Grenzen im Oberkiefer (Kieferhöhle) oder Unterkiefer (Nervkanal) und macht einen Knochenaufbau in der Regel überflüssig. Die schräg gesetzten hinteren Implantate verbreitern die Stützbasis („Spread“), sodass 4 Implantate eine Vollkiefer-Prothese sicher tragen.
Ein zentraler Vorteil ist die Eignung für die Sofortbelastung: Noch am Tag der Implantatinsertion wird eine feste provisorische Prothese eingesetzt. Die Patienten reisen also nicht ohne Zähne ab – ästhetisch wie funktional ein wichtiger Punkt.
Der Unterschied zu All-on-6 liegt in der Zahl der Implantate. All-on-6 nutzt 6 Implantate für zusätzliche Stabilität bei breiterem Kiefer oder besserer Knochenqualität. All-on-4 bedeutet einen kleineren Eingriff und geringere Kosten und ist auch bei begrenztem Knochenvolumen wirksam. Die richtige Methode wird nach 3D-Bildgebung und klinischer Untersuchung festgelegt; manchmal kommen pro Kiefer unterschiedliche Protokolle zum Einsatz (z. B. All-on-6 im Oberkiefer, All-on-4 im Unterkiefer).
Zwei Jahrzehnte klinischer Forschung und weltweite Langzeitstudien stützen diese Technik. Ihr größter Beitrag: Fälle mit starkem Knochenverlust, die früher nur mit umfangreichem Knochenaufbau behandelbar waren, lassen sich heute deutlich weniger invasiv versorgen.
Diese Seite erläutert Eignung, klinische Schritte, die Unterschiede zu All-on-6 und zur Vollkiefer-Versorgung sowie Heilung und Preise in Alanya.
Für wen ist die Behandlung geeignet?
All-on-4 eignet sich besonders für Patienten, die:
Bei der Beurteilung werden vorhandene Zähne, Knochenqualität und Mundgesundheit ganzheitlich betrachtet. Manche Patienten haben in jedem Kiefer andere Bedürfnisse – z. B. All-on-4 im Oberkiefer und im Unterkiefer ein Teilplan, der gesunde Zähne erhält. Die Behandlung muss immer individuell geplant werden.
All-on-4 ist auch bei deutlichem Knochenverlust meist anwendbar, da die Technik die dichtesten verbleibenden Knochenbereiche (typischerweise im Frontbereich) nutzt. Bei extrem begrenztem Knochenvolumen können Zygoma-Implantate sinnvoller sein. Rauchen und unkontrollierter Diabetes werden berücksichtigt. Die endgültige Eignung wird nach DVT (digitale Volumentomographie) und klinischer Untersuchung festgestellt.
Besonders interessant ist die Methode für langjährige Prothesenträger, die unter verrutschenden Prothesen, Problemen beim Sprechen oder Haftcreme leiden. Sie eignet sich auch für Patienten mit fortgeschrittener Parodontitis, bei denen Extraktion und Implantatinsertion oft in einer Sitzung kombiniert werden können.
Eine weitere Patientengruppe: Wenn die Einzelversorgung jedes fehlenden Zahns zu zeit- und kostenintensiv wäre, behandelt All-on-4 den gesamten Kiefer in einem Plan – effizienter in Zeit und Budget.
- in einem Kiefer weitgehend oder vollständig zahnlos sind,
- mit ihrer herausnehmbaren Vollprothese unzufrieden sind und eine feste Lösung suchen,
- ein begrenztes Knochenvolumen haben und Standardimplantate oder einen Knochenaufbau als zu aufwendig, langwierig oder kostspielig empfinden,
- als internationale Patienten mit möglichst wenigen Reisen behandelt werden möchten,
- Zähne durch Parodontitis verloren haben oder zu verlieren drohen und den gesamten Kiefer sanieren möchten,
- medizinisch für eine Implantat-OP geeignet sind und keine langwierige Planung einzelner Implantate wünschen,
- Ästhetik und Funktion gleichzeitig im Rahmen eines umfassenden Plans wiederherstellen möchten.
Konzept: Feste Zähne an einem Tag
1 Tag
OP + festsitzende provisorische Prothese
4
Implantate pro Kiefer (Standardprotokoll)
3–6 Mon.
Einheilzeit bis zur definitiven Prothese
24–48 Std.
Phase mit weicher Kost
Wie wird die Behandlung durchgeführt?
- 1
Klinische Untersuchung und DVT:
Knochendichte, Knochenvolumen und anatomische Grenzen (Kieferhöhle, Nervkanal) werden dreidimensional erfasst.
- 2
Digitale Implantatplanung:
Exakte Position und Winkel aller 4 Implantate – vorne senkrecht, hinten um 30–45° geneigt.
- 3
Notwendige Extraktionen:
Nicht erhaltungsfähige Zähne werden in derselben Sitzung oder vorab entfernt.
- 4
Implantatinsertion:
Unter Lokalanästhesie (Sedierung auf Anfrage) werden 4 Implantate an den geplanten Positionen und in den geplanten Winkeln gesetzt.
- 5
Feste provisorische Prothese am selben Tag:
Eine vorgefertigte oder am selben Tag hergestellte Prothese wird auf die Implantate geschraubt.
- 6
Osseointegration:
In 4–6 Monaten verwachsen die Implantate mit dem Knochen; in dieser Zeit tragen Sie die provisorische Prothese.
- 7
Definitive Prothese:
Nach der Einheilung wird die maßgefertigte definitive Prothese (meist aus Zirkonoxid oder verstärktem Komposit) eingegliedert.
- 8
Abschlusskontrolle und Feinabstimmung:
Okklusion prüfen, Anpassungen vornehmen, Pflegeanweisungen für die Langzeitpflege.
All-on-4 folgt einem geplanten, mehrstufigen Protokoll:
Die OP dauert typischerweise 2–4 Stunden; eine Sedierung ist auf Anfrage möglich. Komfort und Sicherheit haben bei jedem Schritt Priorität; die Anweisungen vor und nach der OP werden Ihnen klar erläutert.
All-on-4: Implantatwinkel
Senkrecht im Frontbereich + 30–45° Neigung im Seitenbereich – verringert den Bedarf an Knochenaufbau
Frontimplantate
Senkrecht oder leicht geneigt für maximalen Knochenkontakt.
Seitliche Implantate
Die geneigte Platzierung umgeht Kieferhöhle und Nervenverlauf.
Sofortprothese
Festsitzende provisorische Zähne am Tag der Operation.
Eingesetzte Technologien
DVT (3D-Röntgen):
Grundlage für die detaillierte Darstellung des Kiefers und die Implantatplanung.
Digitale Implantatplanungssoftware:
Winkel, Tiefe und Position aller 4 Implantate werden vor der OP simuliert.
Navigierte Chirurgie:
Individuelle Bohrschablonen für eine hochpräzise Insertion.
CAD/CAM-Prothesenherstellung:
Provisorien und definitive Prothesen werden digital gefertigt.
Markenimplantatsysteme:
Nobel Biocare (Entwickler des All-on-4-Konzepts), Straumann, Osstem – mit Langzeitdaten.
Zirkonoxid-Prothesentechnik:
Für definitive Prothesen – hervorragende Ästhetik und Haltbarkeit.
Digitales Smile Design:
Größe, Form und Farbe der Zähne der definitiven Prothese werden digital geplant und vorab gezeigt.
Intraoralscanner:
Für die Abdrücke von Provisorium und definitiver Prothese – schneller und angenehmer als die konventionelle Abformung.
Diese Infrastruktur verbessert die Vorhersagbarkeit und den Patientenkomfort und ermöglicht internationalen Patienten eine effiziente Zeitplanung.

Wie viele Tage dauert die Behandlung?
Die erste Phase (Extraktion, Implantatinsertion, feste provisorische Prothese) dauert typischerweise 3–5 Tage. Die definitive Prothese setzt die Osseointegration voraus – 4–6 Monate. Die zweite Reise für Abdruck, Fertigung und Eingliederung dauert 3–5 Tage. Vom Beginn bis zur definitiven Prothese vergehen insgesamt etwa 5–7 Monate – in dieser Zeit können Sie dank der provisorischen Prothese normal lächeln und kauen.
Die Wartezeit zwischen den Reisen verbringen Sie zu Hause. Im Alltag mit der provisorischen Prothese sind Arbeit und soziales Leben ohne Einschränkungen möglich. Die Osseointegration kann digital anhand geteilter Bilder überwacht werden.
Behandlungsablauf
Für internationale Patienten beginnt die All-on-4-Behandlung mit einer digitalen Vorabbeurteilung vor der Anreise. Bei Ankunft in Alanya werden Sie per VIP-Transfer abgeholt; am ersten Kliniktag erfolgen Untersuchung und DVT. Extraktionen und Implantatinsertion finden meist innerhalb von 1–3 Tagen während derselben Reise statt. Die Rückreise ist am selben oder am nächsten Tag mit fester provisorischer Prothese möglich – Sie reisen nie ohne Zähne.
Nach der Osseointegration (4–6 Monate) folgt die zweite Reise für die definitive Prothese – 3–5 Tage für Abdruck, Fertigung, Eingliederung und Feinabstimmung. Unterkunft, Dolmetscher und VIP-Transfer werden bei beiden Reisen organisiert; zwischen den Terminen können Sie Alanya erkunden.
Während der ersten Reise empfehlen wir, sich außerhalb des OP-Tags im Hotel auszuruhen. Bei der zweiten Reise benötigt das Labor nach dem Abdruck 2–3 Tage – Zeit, die Sie bis zur finalen Eingliederung in Alanya verbringen können. Ein Patientenkoordinator organisiert Termine und Logistik.
Nachteile
Die Grenzen von All-on-4 im Überblick:
Nur 4 Implantate können in manchen Fällen weniger Stabilität bedeuten:
Bei sehr breitem Kiefer oder Bruxismus kann der Zahnarzt zusätzliche Implantate (All-on-6) empfehlen.
Das Prothesenmaterial kann sich abnutzen:
Provisorien oder Acrylprothesen können sich über die Jahre abnutzen oder brechen – regelmäßige Wartung ist nötig.
Chirurgischer Eingriff:
Wie jede Implantatbehandlung ist sie mit einem OP-Risiko und einer Heilungsphase verbunden.
Extraktion verbliebener Zähne kann nötig sein:
Nicht erhaltungsfähige Zähne müssen gezogen werden – das wird im Plan berücksichtigt.
Langfristige Pflege ist entscheidend:
Gute Hygiene und regelmäßige Kontrollen senken das Risiko einer Periimplantitis.
Eingewöhnung beim Sprechen möglich:
Bedeckt die Prothese den Gaumen (besonders im Oberkiefer), braucht es eine kurze Eingewöhnung beim Sprechen oder Schmecken – meist gibt sich das innerhalb weniger Tage von selbst.
Ihr Zahnarzt erläutert Ihnen die Vor- und Nachteile für Ihre Kieferstruktur. Wäre All-on-6 langfristig sicherer, wird Ihnen dies empfohlen und begründet – unser Ziel ist Ihre langfristige Mundgesundheit.
Heilung und Nachsorge
Schwellungen, Blutergüsse und Empfindlichkeit in den ersten Tagen nach der All-on-4-OP sind zu erwarten – als Vollkiefer-Eingriff kann die Heilung intensiver verlaufen als bei Einzelimplantaten. Unsere Empfehlungen:
- in den ersten 2–3 Tagen regelmäßig kühlen,
- Antibiotika und Schmerzmittel wie verordnet vollständig einnehmen,
- in den ersten 2 Wochen weiche, glatte Speisen (Pürees, Suppen, Joghurt) essen; harte oder klebrige Speisen meiden,
- die provisorische Prothese nicht mit übermäßiger Kaukraft belasten,
- während der Heilung nicht rauchen oder das Rauchen deutlich reduzieren,
- sanft putzen und regelmäßig mit der verordneten Lösung spülen,
- in der ersten Woche auf intensiven Sport verzichten.
Anfängliche Schwellung und Empfindlichkeit klingen meist innerhalb von 7–10 Tagen ab; die vollständige Heilung des Weichgewebes dauert 2–4 Wochen. In dieser Phase gewöhnen Sie sich auch an das Sprechen mit der neuen Prothese – leichte Unterschiede bei bestimmten Lauten geben sich meist innerhalb weniger Tage von selbst.
Nach Ihrer Rückkehr erfolgt die Nachbetreuung über digitale Kanäle. Bei Beschwerden, einer Lockerung der provisorischen Prothese oder anderen unerwarteten Problemen während der Osseointegration senden Sie uns ein Foto oder Video für eine schnelle Beurteilung. Der Zeitpunkt der zweiten Reise wird nach klinischer und radiologischer Bestätigung der Osseointegration festgelegt.
Risiken
All-on-4 ist weit verbreitet und durch Langzeitdaten belegt – birgt aber wie jede OP Risiken: vorübergehende Schwellung und Empfindlichkeit, seltene Infektionen, unzureichende Einheilung eines Implantats sowie Abnutzung und Bruch der Prothese. Da nur 4 Implantate gesetzt werden, kann der Verlust eines Implantats eine Planänderung erfordern – ein Risiko, das durch ein erfahrenes Team und sorgfältige Fallauswahl verringert wird. Komplikationen sind durch die Klinikgarantie abgedeckt. Langfristig können sich die Kunstzähne abnutzen oder Halteschrauben lockern – jährliche Kontrollen sind daher wichtig. Die individuelle Risikobeurteilung erfolgt nach Untersuchung und Bildgebung; diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung.
Warum uns wählen?
ein Zahnarztteam mit Erfahrung in der Betreuung internationaler Patienten und in digitaler Implantatplanung,
präzise, sichere Planung der All-on-4-OP mit DVT,
VIP-Flughafentransfer und Unterkunft,
Patientenkoordinator rund um die Uhr während und nach der Behandlung,
Partnerkliniken mit Zertifizierung für Gesundheitstourismus,
digitale Nachbetreuung und Planung der zweiten Reise während der Osseointegration,
feste provisorische Prothese am selben Tag garantiert (bei Eignung) – Sie reisen nie ohne Zähne,
internationale Marken wie Nobel Biocare, Straumann und Osstem,
mehrsprachige Dolmetscher und durchgängige Kommunikation.
Dt. Selim Mert Şahinkaya und sein Team sorgen mit digitaler Planung, abgestimmt auf Ihre Kieferstruktur, für einen sicheren und vorhersagbaren Ablauf umfassender Implantatbehandlungen wie All-on-4.
Preisübersicht
Ab
ab €3500
Pro Kiefer; abhängig von Knochenzustand, Prothesenmaterial und Zusatzverfahren.
Behandlungen
Häufig gestellte Fragen
Kostenlose Erstbewertung
Wir erstellen Ihren Behandlungsplan gemeinsam auf Basis von DVT-Aufnahmen und einer klinischen Untersuchung.
Kostenlose Beratung
















